NFT – der neue Krypto-Hype

Aktualisiert: 8. Aug.


2021 war das erste Jahr der Non-Fungible Tokens. Bereits im ersten Quartal erreichten die NFT-Verkäufe Milliardenbeträge und steigen seither weiter in die Höhe. Doch was sind NFT's – und kann ich selbst welche verkaufen?


Was sind NFT's?

Ein Token kann sowohl fungible (austauschbar) als auch non-fungible (nicht austauschbar) sein. Der Begriff «nicht austauschbar» bedeutet in diesem Fall, dass es sich um einen einzigartigen, digital geschützten Vermögenswert handelt, der nicht 1:1 gegen einen anderen getauscht werden kann. Bitcoins, wie auch Bargeld lassen sich im Vergleich beliebig tauschen, da sie immer denselben Wert haben. Non-Fungible Tokens dagegen kann man aus finanzieller Sicht mit Kunstobjekten wie Gemälden vergleichen. Diese besitzen einen individuellen Wert. Wenn man sie gegeneinander tauscht, erhält man oftmals nicht denselben Wert, den man weitergibt.


NFT‘s werden zum Beispiel genutzt, um digitale Dateien oder Inhalte wie Sammelkarten, Musik, Memes oder computergenerierte Kunstwerke als Unikate zu kennzeichnen.

Ein Vergleich zum nicht-digitalen Leben wäre beim NFT beispielsweise die Mona Lisa von Leonardo Da Vinci: Das Original existiert physisch nur einmal und wird im Pariser Louvre ausgestellt – es kann ebenfalls nicht ersetzt werden.

Mit NFT‘s erschliesst sich die Möglichkeit, digitale Originale oder Anteile davon zu erwerben, welche später auch wieder weiterverkauft werden können.


Was gilt es zu beachten beim Erstellen eines NFT's?

Besitzen Sie die Eigentumsrechte eines Kunstwerks, können Sie dieses als Ihr eigenes NFT verkaufen. Davor sollten Sie sich jedoch über die Vorgaben der Marktplätze informieren – etwa, was die zugelassenen Dateiformate und -grössen betrifft.

Was Sie ebenfalls benötigen, ist eine Krypto-Wallet und einige Coins, um Gebühren zu bezahlen und schliesslich auch Kryptowährungen als Bezahlung zu erhalten, wenn der NFT verkauft wird. Da die meisten NFT's auf der Blockchain Ethereum basieren, empfiehlt es sich, Ether zu kaufen.

Nachdem Sie Ihr Kunstwerk als digitale Datei auf einer Plattform hochgeladen haben, können Sie Kaufinteressierte mit weiteren Informationen versorgen: Nebst einem Namen braucht der NFT auch eine Beschreibung. Dort kann beispielsweise die Entstehungsgeschichte des NFT beschrieben werden. Bei einigen Marktplätzen können Künstlerinnen und Künstler dem NFT ausserdem Zusatzmaterial wie etwa eine persönliche Grussbotschaft hinzufügen.


Wie und wo kann man NFT's verkaufen?

Damit Ihr NFT sichtbar wird, müssen Sie ihn auf einer entsprechenden Plattform zum Kauf anbieten. Beim Verkauf sollten Sie sich entscheiden, welche Token als Zahlungsmittel akzeptiert werden und ob Sie Ihren NFT zum Festpreis oder via Auktion verkaufen möchten. Entscheiden Sie sich für eine Auktion, müssen Sie ein Mindestgebot festlegen.

Auch der Prozentsatz, den die Künstlerin oder der Künstler erhält, wenn der NFT die besitzende Person wechselt, wird hier festgelegt. Ist der Prozess abgeschlossen, kann das Publikum auf dem NFT-Marktplatz auf die NFT's aufmerksam gemacht werden. Danach wird auf ein Kaufangebot gewartet.


Zu den bekanntesten und nutzerfreundlichsten Handelsplätzen, auf denen man NFT's verkaufen kann, gehören unter anderem:

  • Opensea

  • Rarible

  • Mintable

  • Super Rare

Anders als bei den anderen NFT-Marktplätzen kann bei Super Rare nicht jede Person NFT's anbieten. Hier muss man sich zuerst bewerben, worauf eine Jury entscheidet, wer auf die Whitelist kommt.


Lassen sich NFT's kostenlos erstellen?

Auch über die Kosten und Gebühren sollte man sich im Vorfeld genau informieren. Die Gebühren unterscheiden sich auf jeder Plattform. Auf vielen Marktplätzen können NFT's inzwischen jedoch kostenlos erstellt werden. Dazu zählt Opensea. Das Angebot und die Konkurrenz auf der Plattform sind dementsprechend hoch. Gleichzeitig erreichen NFT's dort aber auch ein breites Publikum. Zwar fällt beim Erstellen des NFT keine Gebühr an. Wird der NFT aber verkauft, berechnet das Unternehmen eine Service-Gebühr von 2,5% des Verkaufspreises.

Der Grund dafür ist, dass die NFT-Daten erst beim Kauf auf einer Blockchain geprägt werden. Danach ist es unmöglich, die auf der Blockchain gespeicherte Datei zu bearbeiten. Der Prozess wird auch als «Prägung» oder «Minting» bezeichnet. Beim NFT-Kauf wird also die Gasgebühr bezahlt.


Was sind Gasgebühren?

Gasgebühren oder auf Englisch «Gas fees»sind die Transaktionsgebühren der Ethereum-Blockchain. «Gas» ist eine kleine Menge an Ether. Die Höhe der Gebühren variiert. Sie wird entsprechend durch Angebot und Nachfrage festgelegt. Je mehr Transaktionsanfragen gestellt werden, desto höher die Gebühren. Auch die Höhe der Rechenleistung, die für die Transaktion benötigt wird, ist ein entscheidender Faktor.


Welche Blockchains unterstützen NFT's?

Einige der beliebtesten Blockchains, die NFT's unterstützen, sind:

  • Ethereum

  • Solana

  • Binance Smart Chain

  • Flow von Dapper Labs

  • Tron

  • Tezos

  • Kosmos

  • EOS

  • WAX

  • Polkadot

Die meisten NFT-Prägungen erfolgen jedoch auf der Ethereum-Blockchain.


Viel Spass beim Handeln mit Ihren eigenen NFT's!

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