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Teamwork – Google hat 2015 untersucht, was Teams erfolgreich macht.

13.12.2016

 

Erfolgreiche Projekte hängen wesentlich von einem funktionierenden Teamwork ab. Die Fähigkeiten einzelner Teammitglieder sind dabei eher zweitrangig. Dies belegt eine Vielzahl an Studien. Doch was macht ein erfolgreiches Team aus? Und was sind die Zutaten, welche die erfolgreichsten Teams von den übrigen unterscheiden? Ein HR-Team von Google hat hierzu unter den weltweit 60 000 Mitarbeitern des Unternehmens 180 Teams ausgewählt und 200 Gespräche mit Beschäftigten geführt.

 

5 Erfolgsfaktoren sind entscheidend: In der Schlussfolgerung stellten die Experten fest: „Wer im Team ist, zählt weniger, als wie das Team zusammenwirkt, seine Arbeit strukturiert und seinen Beitrag einschätzt.“In der Untersuchung haben sich 250 Attribute herausgeschält, welche für den Erfolg der besten Teams verantwortlich gemacht werden können. Von diesen haben sich aber nur die folgenden 5 als zentral erwiesen.

 

1. Psychologische Sicherheit

Kann ein Team ohne Probleme mit Kritik, Fragen, Misserfolgen oder Uneinigkeiten umgehen, und hat es eine höhere psychologische Sicherheit, welcher der wichtigste Erfolgsfaktor vor allen anderen ist und bei jeder Person vorhanden sein sollte? Herrscht im Team eine Kultur, bei der sich jeder seiner Anerkennung bei den anderen sicher sein kann, und sind die Teammitglieder freier darin, neue und qualitativ bessere Ideen zu entwickeln?

 

Besteht diese psychologische Sicherheit jedoch nicht, schweigen die Teammitglieder, indem sie nicht ihre Meinung äußern möchten, da sie dies entweder nicht für nötig halten oder sie die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Überzeugung durchkommt, als gering einstufen. Die Gefahr ist unter diesen Umständen aber groß, dass aus dem gleichen Grund auch andere im Team nichts einzuwenden oder vorzuschlagen haben und dadurch wichtige Erkenntnisse oder Fallstricke unbeachtet bleiben.

 

2. Zuverlässigkeit

Jedes Teammitglied sollte sich auf den anderen verlassen können. Dabei sollte jeder sich gleichermassen kompetent fühlen und keiner das Gefühl haben, in irgendeiner Weise weniger zur Gruppe beitragen zu können. Ebenso sollte jeder sich auf gleiche Weise verpflichtet fühlen, seine gestellten Aufgaben qualitativ und rechtzeitig abgeben zu können. Denn sich in einem Team nur wohlzufühlen, reicht nicht aus.

 

3. Sinnvolle Strukturen und klare Ziele

Ohne ein gewisses Ziel gäbe es auch den Sinn eines Weges bzw. eines Projekts nicht. Also müssen klare, realistische Ziele und Aufgaben definiert sein. Die Teamleitung sollte die Rollen so verteilen, dass die Teammitglieder ihre jeweiligen Stärken am besten einbringen können.

 

4. Persönliches Anliegen

Die persönliche Verbindung für die jeweiligen Aufgaben sollte bei allen Teammitgliedern stets vorhanden sein. Denn nur durch diese Umstände bekommt jeder Einzelne den Anreiz dafür, sein Allerbestes zu geben.

 

5. Sinnhaftigkeit der Aufgabe

Die Teammitglieder müssen überzeugt sein, dass die Aufgaben und Ziele sinnvoll und für die allgemeine Organisation von Nutzen sind, dass sie Innovationen hervorbringen und in einem gewissen Sinn „die Welt verbessern“.

Erschienen: short knowledge Magazin, Ausgabe Nov 2016

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